Inspirationsphase

 
In der ersten Phase geht es darum, sich inspirieren zu lassen. Wir wollen von anderen Städten lernen, die große Stadtentwicklungen realisiert haben oder realisieren. Dazu startet am 14. Dezember eine Veranstaltungsreihe, in denen diese Projekte vorgestellt und mit Ihnen diskutiert werden. Auch eine Ausstellung - online wie offline - ist angedacht.

Prof. Magnago Lampugnani:
"Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß. Persönliche Gebrauchsanweisungen zur zeitgenössischen Stadtplanung"




Prof. Lampugnani ist Architekt, Architekturtheoretiker, Architekturhistoriker und Professor für Geschichte des Städtebaus. Der gebürtige Italiener ist der bekannteste und profilierteste Architekturhistoriker Europas. In der Schweiz hat er den Novartis-Campus in Basel und das Richti-Quartier in Wallisellen entworfen. Lampugnani hat mehrere Bücher zur Architekturgeschichte verfasst. 2010 erschien seine jüngste Publikation «Städtebau im 20. Jahrhundert».

Wien

Sein Vortrag fand am Montag, 30. April 2012, um 19:00 im Großen Sitzungssaal statt.
In seinem Referat: "Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß. Persönliche Gebrauchsanweisungen zur zeitgenössischen Stadtplanung" hat Lampugnani fünf Bedingungen angesprechen, die seiner Ansicht nach für einen guten modernen Städtebau entscheidend sind:

1. Ein kluges Programm (Mischung der Nutzungen);
2. Ein System von vielfältigen und qualitätsvollen Stadträumen (Straßen, Plätze, Parks);
3. Eine Vielfalt von urbanen Architekturen (Häuser mit guten Manieren);

4. Ein enges Beieinander von Menschen, Häusern und Ideen (ausgewogene Bewohner- und Bebauungsdichte, Projekt- und Gestaltungsreichtum);

5. Ein kompromissloses und respektvolles Zusammenspiel von Entwurf und Politik (wahrnehmend der Bauherren-Verantwortung, undemagogische Partizipation).