Inspirationsphase

 
In der ersten Phase geht es darum, sich inspirieren zu lassen. Wir wollen von anderen Städten lernen, die große Stadtentwicklungen realisiert haben oder realisieren. Dazu startet am 14. Dezember eine Veranstaltungsreihe, in denen diese Projekte vorgestellt und mit Ihnen diskutiert werden. Auch eine Ausstellung - online wie offline - ist angedacht.

Prof. Peter Sloterdijk:
"Die Bauherren der Stadt.
Stichworte zur urbanen Anthropologie"

am 10. Mai 2011 - um 19:30 - im Großen Sitzungssaal im Stuttgarter Rathaus.

Prof. Peter Sloterdijk gilt als einer der "der renommiertesten Denker der Gegenwart" (Prof. Renate Breuninger, Geschäftsführerin des Humboldt-Studienzentrums für Philosophie der Universität Ulm). Der gebürtige Karlsruher ist Professor der Philosophie und leitet gemeinsam mit Rüdiger Safranski die Sendung "Das Philosophische Quartett" im ZDF. 2009 wurde er mit dem BDA-Preis für Architekturkritik ausgezeichnet. Der Bund Deutscher Architekten würdigt damit das von Peter Sloterdijk entworfene philosophische Denkbild über die Gegenwart des Raumes.
Sloterdijk Foto: Rainer Lück

Sein Vortrag am Dienstag, den 10. Mai, lautet: "Die Bauherren Stadt. Stichworte zur urbanen Anthropolgie". Sloterdijk setzt sich mit der urbanen Anthropologie auseinander. Er bezeichnet es als List der Natur, dass sie Menschen produziert, welche die Stadt so bauen, wie diese die Natur selber bauen würde - wenn sie es könnte. Er beschreibt die Stadt seit jeher als einen Ort der Arbeitsteilung, des gemeinsamen «Sicherheitsdesign», der gegenseitigen Beleidigung, als Bühne und Marktplatz. Den Menschen, den Stadtbewohner, sieht er als aufrecht gehendes Tier, welches schnell erschöpft ist, in kurzen Abständen Schlaf- und Essenspausen einlegen muss und nicht fähig ist, lange aufmerksam zu bleiben. Der Mensch leidet an einer organisch bedingten, zeitweiligen Weltfremdheit - was nach Sloterdijk den Städtebau künftiger Megacities beeinflussen wird, da Wohn- und Arbeitsstätten zu weit auseinander liegen und somit «halb-öffentliche» Orte für die kurzfristige Regeneration geschaffen werden müssen.